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Wissenwertes zum Koran

Wissenwertes zum Koran -

Informationen über dem Koran die wir so nicht kennen

Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welt, dem Gnädigen, dem Barmherzigen

Der Heilige Koran wurde vom Propheten Mohammed (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm) Wort für Wort als Offenbarung von Allah, dem Einen Gott, in einer Zeitspanne von 23 Jahren empfangen. Es handelt sich beim Koran also nicht um inspiriertes Menschenwort, sondern um wörtliche Offenbarung vom Schöpfer aller Wesen und Dinge.

Der Koran umfasst die Grundlagen des Islam. Seine 114 Suren sind nicht, wie es fälschlicherweise immer wieder zu lesen ist, der Länge nach geordnet. sondern in einem inneren Zusammenhang entsprechend der Weisung Allahs zusammengestellt worden. Der Prophet pflegte nach dem Erhalt einer Offenbarung dem Schreiber der Verse genau anzugeben, an welcher Stelle sie einzufügen seien. Er selbst rezitierte im Monat Ramadan den gesamten Koran in einer Reihenfolge, die später, unter dem Kalifat von Uthman, als letztliche Ordnung angeführt wurde.

 

Häufige Wiederholungen bestimmter Geschichten mögen beim oberflächlichen Leser den Eindruck erwecken, es handele sich hierbei tatsächlich nur um Wiederholungen. In der Tat aber haben wir es mit der erneuten Nennung von für den Sachverhalt der einzelnen Suren wichtigen Punkten zu tun.

Allah spricht im Koran über alltägliche Aufgaben, über Gebote und Verbote, die für ein reines Leben zu beachten sind, über das Jenseits, über Seine Barmherzigkeit die jedes Ding umfaßt (7:156), über das Strafgericht, und über Wege zur Vergebung.

Allah spricht dabei, je nach Lage, von Sich als Allah, als majestätisches Wir, oder, einen bestimmten, starken Aspekt betonend, von «Er». Gott aber ist nicht männlich, sondern jenseits von Geschlechtlichkeit.

Was dem Koran eine Einzigartigkeit unter allen offenbarten Büchern Gottes verleiht, ist der Umstand, daß er vom Tage seiner Offenbarung bis heute unverfälscht und ohne Änderungen erhalten geblieben ist. Gott Selbst hatte dafür Sorge getragen, wie Er im Heiligen Koran betont:

 

«Wahrlich, Wir, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.» (15:9)

 

Der Koran erhebt den Anspruch, Zusammenfassung aller religiösen Lehren aller Zeiten zu sein und damit Vervollkommnung und Abschluß des Göttlichen Gesetzes. So wird der Koran als «Mutter aller Schriften» bezeichnet, als himmlische Gesetzestafel, aus der zuvor zu den verschiedenen Völkern Teilstücke als Offenbarung für ihren jeweiligen Nutzen herabgesandt worden waren.

Der Prophet Mohammed, der, den Worten seiner Gattin Aischa zufolge, die lebendige Verkörperung des Korans darstellte, war der erste Prophet, der zur gesamten Menschheit entsandt worden war und nicht, wie die Propheten vorangegangener Völker, nur einen gewissen zeitlichen Auftrag hatte.

Der Koran ist in sich widerspruchsfrei und im Einklang mit den Gesetzen der Wissenschaft und der Natur:

 

«Wollen sie denn nicht über den Koran nachsinnen? Wäre er von einem anderen als Allah, sie würden gewiß manchen Widerspruch darin finden» (4:82)

 

Die unnachahmliche Sprache und der die menschliche Erfahrung überschreitende Inhalt des Korans weisen ihn als Wort Allahs aus. Gott Selbst hat wiederholt die Menschheit herausgefordert, den Nachweis dafür zu erbringen, daß der Koran nur von einem Menschen erdichtet sei. Das wäre möglich wenn die Menschheit einen Vers oder eine Sure ähnlich denen des Korans zustandebrächte:

 

«Sprechen sie: ‹Er hat es erdichtet?› Nein, aber sie wollen nicht glauben. Laß sie denn eine Rede gleich dieser vorbringen, wenn sie die Wahrheit sprechen.» (52:33-34)

 

Der Koran bezeichnet sich als vollkommenes Buch. Gleich zu Anfang, in der Sure Baqarah, wird gesagt:

 

«Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen.» (2:2)

 

Indes kann keine Übersetzung des Korans Anspruch auf Vollkommenheit erheben, auch die vorliegende nicht. Indes, sie ist von islamischen Gelehrten in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut erarbeitet und mehrfach durchgesehen und verbessert worden. Dennoch ist auch die vorliegende Ausgabe, die der Fassung der vierten Auflage, der mit einer ausführlichen Einleitung versehenen gebundenen Ausgabe, entspricht, noch verbesserungsfähig. Wir sind unseren Lesern dankbar, die uns auf Fehler hinweisen möchten.

Der Koran hat im Abendland große Aufmerksamkeit und Beachtung gefunden. Schon Goethe hat auf die besonderen, herausragenden Eigenschaften des Heiligen Koran verwiesen. Indes haben unzulängliche Übersetzungen, die von Voreingenommenheit und christlicher Apologetik künden, den Genuß und die Freude an der Koran-Lektüre oft genug ge- und verhindert. Unterschiedliche Übersetzungsweisen und der Gebrauch von altertümlicher Sprache haben oft genug den Koran eher zu einem mißverstandenen, denn zu einem klaren Buch für den deutschsprachigen Leser gemacht.

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